OpenAI bestätigt die geheime IPO-Einreichung

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Sie haben es durchgesickert. Irgendwie.

OpenAI hat am Montag eine vertrauliche S-1-Registrierungserklärung eingereicht. Es ist für einen Börsengang. Jeder hat damit gerechnet. Laut The New York Times könnte der Börsengang „einer der größten an der Wall Street sein“. Große Einsätze. Riesige Auswirkungen auf den gesamten Boom der künstlichen Intelligenz.

OpenAI hat bei X nicht um den heißen Brei herumgeredet.

„Wir haben kürzlich ein vertrauliches S-1 eingereicht“, heißt es in der Erklärung. „Wir gehen davon aus, dass es durchsickert, also geben wir es einfach bekannt.“

Einfach. Direkt. Sie haben kein Datum ausgewählt. Es könnte eine Weile dauern. Sie sagten, dass es Dinge gibt, die sie einfacher erledigen können, während sie privat bleiben. Aber sie hielten die Tür offen. Ein früherer Börsengang ist eine Option. Kompromisse. Immer Kompromisse.

Was bedeutet überhaupt vertraulich? Das bedeutet, dass OpenAI seine Unterlagen der Securities and Exchange Commission vorgelegt, die Details jedoch verschwiegen hat. Sie können ihre Finanzdaten noch nicht durchsehen. Kein Prospekt. Kein Einblick. Eine öffentliche Einreichung würde all diese Daten sofort den Anlegern zugänglich machen. Das ist nicht der Fall.

Ein Vertreter von OpenAI reagierte nicht sofort auf meine Bitte um einen Kommentar. Standard.

(Kurze Anmerkung: Ziff Davis – meine Muttergesellschaft CNET – verklagte OpenAI im Jahr 2025 wegen Urheberrechtsverletzung. Angeblich hat das Training ihrer KI-Systeme die Rechte von Ziff verletzt. Ich sage es nur.)


Von der Garage zur globalen Dominanz

Erinnern Sie sich, als es nur eine Idee war? OpenAI ging 2015 an den Start. Elon Musk war am Start. Sam Altman leitet es jetzt. Musk verließ den Vorstand im Jahr 2018. Später wurde es chaotisch – er verklagte Altman. Der Prozess endete letzten Monat. Altman hat gewonnen.

Dann kam 2022. ChatGPT wurde eingestellt.

Nichts hat sich in der App-Geschichte schneller verbreitet. Hunderte Millionen Nutzer sind in Rekordzeit beigetreten. Mittlerweile ist „ChatGPT“ für viele Menschen nur noch ein Wort für KI. Es ist generativ. Es spricht zurück. Es verwendet große Sprachmodelle.

Die Anleger beobachten aufmerksam. Wirklich eng. Warum? Denn Altman hat vor einer KI-Blase gewarnt. Haben sie recht?

Wenn OpenAI öffentlich debütiert, tritt es einem überfüllten Club bei. Auch SpaceX geht an die Börse. Das gilt auch für Anthropic – den Hauptkonkurrenten von OpenAI im Bereich KI. Alle beeilen sich, Aktien zu verkaufen.


Warum jeder sein Geld will

Der Ansturm ist nicht nur Ego. Es ist Cashflow. KI kostet Milliarden. Nicht Millionen. Milliarden.

Sie brauchen Rechenzentren. Du brauchst Chips. Für den Betrieb der Trainingsmodelle benötigt man wahnsinnig viel Strom. Privates Geld hat Grenzen. Öffentliche Gelder tun das nicht wirklich. Die Anleger sind hungrig. Sie wollen diese massiven Einsätze in Gewinne umwandeln.

Aber schauen Sie sich die Bücher an.

Bis jetzt? Es ist alles Spekulation. Bewertungen basieren auf Versprechen, nicht auf tatsächlichen Erträgen. Ein Online-Tracker zeigte etwas Erschreckendes. KI-Unternehmen an vorderster Front haben mehr als das Doppelte ihres Umsatzes ausgegeben. Das sind Milliardenschulden. Ich gräbe nur tiefere Löcher.

OpenAI wird uns noch nicht genau zeigen, wie tief das Loch ist. Es ist privat. Das hält die genauen Zahlen im Dunkeln.

Gerüchten zufolge haben Partner und Geldgeber rund 96 Milliarden US-Dollar an Schulden aufgenommen, nur um den Ausbau zu finanzieren. Andere Schätzungen gehen davon aus, dass OpenAI rund 1,4 Billionen US-Dollar für den langfristigen Rechen- und Energiebedarf bereitgestellt hat. Das ist eine erschreckende Zahl. Oder eine vielversprechende, abhängig von Ihrem Zeitplan.


Die Risiken eines Börsengangs

Berühmt zu sein hilft. Die Marke ist überall. Produkte sind klebrig. Die Nachfrage nach Lagerbeständen wird hoch sein. Sicher.

Aber die Kontrolle folgt dem Geld.

Sobald OpenAI öffentlich ist, kann es seine mangelnde Rentabilität nicht mehr verbergen. Hohe Betriebskosten werden zu Schlagzeilen auf der Titelseite. Finanzielle Transparenz lädt auch die Regulierungsbehörden ein. Rechtsstreitigkeiten um Privatsphäre, Urheberrecht und Sicherheit – sie alle werden verschärft.

Entspricht die optimistische Prognose der wirtschaftlichen Realität?

Einige Kritiker sagen nein. Sie weisen auf eine große Kluft zwischen dem, was KI tun soll, und dem, was sie tatsächlich einbringt, hin. Ein Börsengang zwingt den Markt, diese zukünftige Expansion jetzt einzupreisen. Bei all der Unsicherheit da draußen? Das ist riskant.

Der Wettlauf um den IPO-Markt fühlt sich wie ein Stresstest an. Nicht nur für OpenAI. Für die gesamte Branche. Ist das ein dauerhaftes Geschäftsmodell? Oder ist es ein Kartenhaus, das auf Wind wartet?

Wir werden sehen, wann sich die Türen öffnen. Bis dahin tickt die Uhr. 💸