Warum Stablecoins wie USDT und DAI bestehen bleiben

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Kryptowährungen sind für ihre Stimmungsschwankungen berüchtigt. Bitcoin erreichte im Jahr 2017 fast 20.000 US-Dollar, stürzte um mehr als die Hälfte ab und stieg dann im März 2021 auf über 63.000 US-Dollar, bevor er sich im Juli wieder bei etwa 30.000 US-Dollar einpendelte. Diese Volatilität ist ein Albtraum für jeden, der versucht, Kryptowährungen als tatsächliche Währung zu verwenden. Wer möchte in einer Währung bezahlt werden, die über Nacht 10 % ihres Wertes verlieren könnte?

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Hierbei handelt es sich um Krypto-Token, die an traditionelle Fiat-Währungen wie den US-Dollar, den Euro oder den japanischen Yen gekoppelt sind. Beispiele hierfür sind USDT von Tether und DAI von MakerDAO. Das Ziel ist einfach: die Unsicherheit beseitigen.

Wie der USDT von Tether seinen Wert erhält

USDT wurde 2014 von der in Hongkong ansässigen Firma Tether ins Leben gerufen und versprach eine starre Formel: 1 USDT entspricht 1 US-Dollar. Tether garantiert, dass diese Parität unabhängig vom Marktchaos bestehen bleibt. Doch wie funktioniert es eigentlich?

Tether behauptet, dass für jeden im Umlauf befindlichen USDT eine entsprechende Reserve an Bargeld oder Bargeldäquivalenten vorhanden ist. Die Realität war chaotischer. Im September 2020 waren rund 14,4 Milliarden USDT im Umlauf. Tether gab an, dass seine Reserven 14,6 Milliarden US-Dollar betrugen.

Diese Behauptung kam bei den Aufsichtsbehörden nicht gut an. Der New Yorker Generalstaatsanwalt warf Tether vor, gelogen zu haben, dass seine Reserven vollständig durch US-Dollar gedeckt seien. Das Ergebnis? Im Februar 2021 wurde eine Geldstrafe von 18,5 Millionen US-Dollar verhängt, um die Klage beizulegen.

Trotz der rechtlichen Turbulenzen bleibt USDT ein Titan. Es ist durchweg die drittgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung. Der Markt vertraut ihm genug, um ihn bei Krypto-Abschwüngen als sicheren Hafen zu nutzen. Es ermöglicht Händlern den Ausstieg aus volatilen Positionen in einen an den Dollar gekoppelten Vermögenswert, ohne Geld über traditionelle Banken zu bewegen.

Beyond Tether: Der Aufstieg der Konkurrenten

Tether war nicht lange allein. Der Erfolg von USDT löste eine Welle von Konkurrenten aus. Jeder versucht, das gleiche Problem zu lösen: Stabilität in einem chaotischen Markt.

Zu den Hauptakteuren im Stablecoin -Bereich gehören:

  • USDC von Coinbase
  • TUSD (True USD) von TrustToken
  • PAX (Paxos-Standard)
  • GUSD von Gemini
  • BUSD von Binance
  • DAI von MakerDAO

Die meisten davon sind Fiat-finanziert. Manche nutzen sogar Rohstoffe wie Gold, Platin, Silber, Immobilien oder sogar Öl als Sicherheit.

DAI verfolgt einen anderen Ansatz. Es ist dezentral. Anstatt physische Dollars in einem Banktresor aufzubewahren, verlässt sich DAI auf Ethereum (ETH). Benutzer sperren ETH als Sicherheit für die Prägung von DAI. Das Protokoll erfordert eine Überbesicherung. Konkret sperrt MakerDAO ETH im Wert von 1,50 US-Dollar, um DAI im Wert von 1 US-Dollar auszugeben. Dieser Puffer schützt das System. Selbst wenn der Preis der ETH stark schwankt, stellen die überschüssigen Sicherheiten sicher, dass DAI dennoch eingelöst werden kann.

Die langfristige Bedrohung: CBDCs

Das aktuelle Stablecoin -Ökosystem steht vor einem möglichen Aussterben. Es kommt nicht von Hackern oder Konkurrenten. Es kommt von Regierungen.

Zentralbanken auf der ganzen Welt, darunter die Europäische Zentralbank (EZB), entwickeln digitale Zentralbankwährungen (CBDCs). Stellen Sie sich einen digitalen Euro vor, der direkt von der EZB garantiert wird. Dies wäre eine staatlich geförderte, risikofreie digitale Alternative zur privaten Krypto.

Wenn Regierungen eine überlegene, regulierte digitale Währung anbieten, könnten private Stablecoins wie USDT oder DAI obsolet werden. Das Zeitfenster für die Etablierung dieser digitalen Vermögenswerte schließt sich, da das traditionelle Finanzwesen digitalisiert wird.