Die Debatte über Audioformate läuft meist auf eines hinaus: analog versus digital.
Auf der einen Seite haben Sie Schallplatten. Sie sind analog. CDs und DVDs sind digital. Der Unterschied besteht nicht nur im Marketing. Es ist Physik.
Der Originalton ist eine kontinuierliche Welle. Wenn Sie diesen Ton aufnehmen, müssen Sie entscheiden, wie Sie ihn einfangen möchten.
So funktioniert digitales Sampling
Eine digitale Aufnahme erfasst keine kontinuierliche Welle. Es werden Schnappschüsse gemacht.
Bei einer Standard-CD tastet das System das analoge Signal 44.100 Mal pro Sekunde ab. Das ist die Abtastrate. Außerdem misst es jeden Schnappschuss mit 16-Bit-Genauigkeit. Dies bedeutet, dass jede Stichprobe einer von 65.536 möglichen Werten sein kann.
Durch diesen Vorgang entsteht ein Treppeneffekt. Die digitale Datei nähert sich mit einer Reihe von Schritten der ursprünglichen Wellenform an. Es wird nie die komplette Welle erfasst.
Hier leiden schnelle Übergänge. Ein scharfer Trommelschlag oder ein plötzlicher Trompetenstoß ändert sich so schnell, dass die Sampling-Rate möglicherweise die Nuance verfehlt. Das Ergebnis ist eine leichte Verzerrung. Die digitale Version ist ein Näherungswert.
Der Vorteil von Vinyl und seine Schwächen
Eine Schallplatte funktioniert anders. Die Nadel gleitet in einer in den Kunststoff eingravierten Rille. Diese Rille spiegelt exakt die ursprüngliche Schallwelle wider.
Beim Schnitzvorgang gehen keine Informationen verloren. Der Ausgang eines Plattenspielers ist analog. Sie können es direkt in einen Verstärker einspeisen. Es ist keine Digital-Analog-Wandlung erforderlich.
Da die Wellenform kontinuierlich ist, ist der Klang satter. Es fühlt sich genauer an als die Originalleistung.
Es gibt einen Haken.
Staub ist der Feind. Ein Staubkorn auf der Rille verursacht Geräusche. Kratzer verursachen Knackgeräusche und statische Aufladung. In ruhigen Passagen eines Liedes kann dieses Geräusch störend wirken. Bei digitalen Dateien gibt es dieses Problem nicht. Wenn eine digitale Datei Stille enthält, ist sie still. Es verschlechtert sich nicht mit der Zeit.
DVD-Audio: Der hochauflösende Standard
Die Aufnahmeindustrie führte DVD-Audio ein, um die Einschränkungen von CDs zu beheben. Es bietet eine deutlich höhere Qualität.
So vergleichen sich die Zahlen.
Abtastrate
- CD-Audio: 44,1 kHz
- DVD-Audio: 192 kHz
Samples pro Sekunde
- CD-Audio: 44.100
- DVD-Audio: 192.000
Probenahmegenauigkeit
- CD-Audio: 16-Bit
- DVD-Audio: 24-Bit
Mögliche Ausgangspegel
- CD-Audio: 65.536
- DVD-Audio: 16.777.216
DVDs können in dieser höchsten Qualität 74 Minuten Musik aufnehmen. CDs haben ebenfalls eine Laufzeit von 74 Minuten. Wenn Sie die Abtastrate oder -genauigkeit verringern, können DVDs bis zu 7 Stunden Audio in CD-Qualität speichern. Für den besten Klang sind jedoch hohe Spezifikationen erforderlich.
Was Sie zum Abspielen von High-Qudio-Audio benötigen
DVD-Audio-Player und -Discs sind immer noch selten. Sie werden wahrscheinlich häufiger auftreten, je ausgereifter die Technologie ist. Der Unterschied in der Klangqualität ist spürbar, wenn man genau hinhört.
Aber Sie können die CD nicht einfach abspielen. Sie benötigen die richtige Hardware.
Die meisten DVD-Player verfügen nur über einen Digital-Analog-Wandler (DAC), der 96 kHz/24 Bit unterstützt. Um den 192-kHz-/24-Bit-DVD-Audio-Standard in vollem Umfang nutzen zu können, benötigen Sie einen Player mit einem 192-kHz-/24-Bit-DAC.
Wenn Ihr Player die Höchstfrequenz von 96 kHz erreicht, erhalten Sie nicht die volle Auflösung, die die Disc bietet. Überprüfen Sie vor dem Kauf die technischen Daten.
Häufige Fragen zu Audioformaten
Ist Vinyl besser als eine CD?
Technisch gesehen nein. CDs haben ein besseres Signal-Rausch-Verhältnis. Außerdem verfügen sie über einen mehr als zehnmal größeren Dynamikumfang als Schallplatten. Viele Hörer bevorzugen jedoch die „Wärme“ von Vinyl.
Soll ich CDs oder Vinyl kaufen?
Es ist eine persönliche Präferenz. Manche Leute mögen den klaren, klaren Klang einer CD. Andere lieben die knisternde Textur von Vinyl. Es fühlt sich für sie authentischer an.
Was hält länger?
Das ist schwer zu sagen. Bei einwandfreier Erhaltung können beide Formate Hunderte von Jahren halten. Vinyl kann sich verziehen. CDs können verrotten. Für beides ist die richtige Lagerung von entscheidender Bedeutung.
Können Sie den Unterschied hören?
Ja. Vinyl-Mixe sind oft leiser als CDs. Dies liegt daran, dass die Schnitttiefe von Vinylrillen physikalisch begrenzt ist. Die Wärme und Fülle dieses analogen Klangs lässt sich nur schwer digital reproduzieren.
Warum ist Vinyl immer noch beliebt?
Viele glauben, dass Vinyl ein Comeback feiert, weil es eher wie eine Live-Aufführung klingt. Instrumente und Gesang sind deutlich hörbar. Digitale Dateien werden häufig komprimiert, um Platz zu sparen. Diese Komprimierung kann den Klang abflachen.































