Erling Haaland dominiert den Weltzyklus 2026. Er punktet. Er memmt.
Der Haken? Ein Großteil der derzeit verbreiteten Inhalte ist völlig gefälscht.
Warum virale Haaland-Clips eigentlich KI-Swaps sind
Dieses Video, in dem Haaland in einem Restaurant erstickt?
Nicht echt.
Es verzeichnete innerhalb weniger Tage 31 Millionen Aufrufe.
Faktenprüfer griffen schnell zu. Sie führten es auf ein chinesisches Comedy-Duo namens Jin Long und Qiu QIU zurück. Das Paar postete den ursprünglichen Sketch am 15. Juni auf TikTok. AI tauschte später das Gesicht des Norwegers aus.
„Community-Notizen haben es sofort gemeldet.“
Es spielte keine Rolle.
Dem Algorithmus ist die Wahrheit egal.
Am 8. Juli veröffentlichte derselbe Account weiteres verändertes Filmmaterial. Die Verlobung nahm immer mehr zu.
Die Leute hungern nach ihm.
Aber beobachten sie den Mann oder einen Spiegel?
Die Entstehungsgeschichte des Memes Haaland Vinicius Jnr
Einige Fan-Änderungen werden gesegnet.
Die meisten nicht.
Vor Norwegens Achtelfinalspiel gegen Brasilien in New Jersey wurden die Fans kreativ. Sie klebten Haalands Gesicht auf die Figur von Marlon Wayans in White Chicks.
Dann schlugen sie Vinícius Júnior in die Rolle des Terry Crews.
Es war wieder die Auto-Sing-Along-Szene.
Haaland hat es gesehen.
Er bat um ein Remake im echten Leben.
Aber das dunklere Zeug verbreitete sich schneller.
Haaland als Wikinger. Mit Pelz bekleidet. Axt in der Hand. Steuere ein Langschiff durch stürmische Fjorde.
Angefangen hat es mit dem Fotografen David Yarrow. 2023 erschoss er Haaland hüfthoch im Osloer Wasser, gekleidet wie ein Krieger.
Für den Pokal 2026 rief der norwegische Fußballverband Yarrow zurück. Das Ergebnis: „Die Wikinger kommen.“ Alle 26 Squad-Mitglieder. Schilde. Schwerter. Ein Boot. Haaland drängte darauf.
Die Fans rannten mit dem Gebiss.
Sie überschwemmten soziale Netzwerke mit KI-Versionen. Kampfbereiter Haaland. Haaland im Mittelschwung.
Es verwischte die Grenze zwischen offiziellem Branding und Fanfiction.
Und einige Fans haben sich zu sehr darauf eingelassen.
Rechte Accounts haben sich durchgesetzt. Sie sehen ein Weißes. Blond. Muskelsymbol.
Sie teilten die Wikinger-Clips eifrig.
Wie Haaland zum chinesischen Volkshelden wurde
Der größte KI-Hub für diese Inhalte ist China.
Haaland ist nicht nur dort berühmt. Er ist ein Phänomen.
Seit dem Beitritt zu Weibo und Douyin am 6. Juni sind die Zahlen explodiert.
* 1,6 Millionen Weibo-Follower
* 5,2 Millionen Douyin-Follower
* 490 Millionen Hashtag-Aufrufe
Dort teilt er sich in zwei Personas auf.
Auf dem Spielfeld: Der Nordic Cyborg. Eine Tormaschine. Unmenschlich effizient. Roboterartig.
Außerhalb des Spielfelds: Habao. „Ha Baby.“ Albern. Großes Lächeln. Seltsame Geräusche. Ein fester Bestandteil der lokalen Meme-Kultur.
Chinesische Redakteure lieben die Songbearbeitungen.
Sie remixen „Haaland (Ha Ha Ha)“ zum Beat von „Moskau“ von Dschinghis Khan.
Ein deutscher Eurodisco-Hit von 1979.
Aufgenommen, bevor er überhaupt geboren wurde.
Die Gegenüberstellung funktioniert. Die KI verbessert es. Die Aktien vervielfachen sich.
Der digitale Avatar bewegt sich schneller, als es der echte Stürmer jemals könnte.
Haaland spielt das Spiel. Das Internet spielt ihn.
