Vatikan bietet KI-gestützte Massenübersetzungen in 60 Sprachen an

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Der Vatikan führt ein neues Übersetzungssystem mit künstlicher Intelligenz (KI) ein, um die Messe im Petersdom in Echtzeit in 60 Sprachen zu dolmetschen. Der Gottesdienst, der nächste Woche im Rahmen der Feierlichkeiten zum vierten Jahrhundert der Kirche (2026) startet, zielt darauf ab, Gottesdienste einem breiteren weltweiten Publikum zugänglich zu machen.

Sprachbarrieren abbauen

Die KI-gestützte Übersetzung wird über ein QR-Code-System bereitgestellt. Teilnehmer können den Code beim Eintritt in den Petersdom scannen und erhalten so über ihr Smartphone und ihren Webbrowser sofortigen Zugriff auf Audio- und Textübersetzungen. Es ist kein App-Download erforderlich, was das Erlebnis für Besucher optimiert.

Die Technologie hinter der Übersetzung

Der Vatikan arbeitete bei der Entwicklung des Dienstes mit Translated, einem Unternehmen für Sprachlösungen, und Carnegie-AI LLC zusammen. Der Kern des Systems ist „Lara“, eine KI, die in Zusammenarbeit mit Professor Alexander Waibel, einer führenden Persönlichkeit in der KI-Sprachübersetzung, entwickelt wurde. Waibel betont, dass das Projekt die Fähigkeit von KI demonstriert, Kommunikationslücken in einem kulturell bedeutsamen Umfeld zu schließen.

Behebung von Bedenken hinsichtlich der KI-Genauigkeit

Die Entwickler erkennen an, dass alle maschinellen Übersetzungssysteme ein gewisses Maß an Fehlern aufweisen. Der CEO von Translated behauptet jedoch, dass Lara eine erhebliche Verbesserung der Genauigkeit darstellt, die darauf abzielt, „Halluzinationen“ (KI-generierte Fehler) durch ein besseres Kontextverständnis zu minimieren. Das System priorisiert Präzision gegenüber allzu angenehmen Antworten.

Balance zwischen Innovation und ethischen Bedenken

Der Schritt erfolgt inmitten einer breiteren Debatte über die Rolle der KI in der Gesellschaft. Papst Leo Diese Einführung deutet darauf hin, dass der Vatikan potenzielle Vorteile im Einsatz von KI für die religiöse Inklusion sieht und sich gleichzeitig der Risiken der Technologie bewusst bleibt.

Warum das wichtig ist

Die Einführung der KI-Übersetzung durch den Vatikan ist nicht nur ein technologisches Update. Es spiegelt den wachsenden Trend wider, dass Institutionen KI nutzen, um logistische und kulturelle Hürden zu überwinden. Die Kirche passt sich einer Welt an, in der ein globales Publikum Zugänglichkeit verlangt. Der Anwendungsfall im Petersdom stellt auch einen Präzedenzfall dafür dar, wie ähnliche Institutionen KI künftig nutzen könnten, um die Inklusion zu verbessern.

Die Entscheidung des Vatikans, der KI-gestützten Übersetzung Vorrang einzuräumen, signalisiert die Bereitschaft, sich mit neuen Technologien auseinanderzusetzen, um das allgemeine Verständnis innerhalb seiner Gemeinde zu fördern.