Spotify erreicht schnelle Entwicklung mithilfe von KI: Ingenieure haben seit Dezember nicht mehr manuell programmiert

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Die Ingenieursteams von Spotify haben die Entwicklung durch den Einsatz künstlicher Intelligenz erheblich beschleunigt, wobei ihre Top-Entwickler seit Dezember keine einzige Codezeile mehr manuell geschrieben haben. Dennoch hat das Unternehmen im vergangenen Jahr über 50 neue Funktionen eingeführt, die die Leistungsfähigkeit der KI-gestützten Codierung unter Beweis stellen.

KI-gestützte Codierungsinfrastruktur: Honk

Der Schlüssel zur Effizienz von Spotify ist ein internes System namens „Honk“, das Claude Code von Anthropic nutzt, um Codierungsaufgaben zu automatisieren. Dadurch können Ingenieure Codeänderungen in Echtzeit implementieren und so den gesamten Entwicklungsprozess rationalisieren.

„Ingenieure können jetzt auf ihrem Weg zur Arbeit Fehler beheben; die KI kümmert sich um die Lösung, erstellt eine neue App-Version und der Ingenieur stellt sie bei der Ankunft einfach live“, erklärte Spotify-Co-CEO Gustav Söderström.

Dies verdeutlicht einen grundlegenden Wandel: KI unterstützt nicht mehr nur Entwickler – sie übernimmt zentrale Programmieraufgaben.

Weit verbreitete Einführung von KI in der Technik

Spotify ist mit diesem Trend nicht allein. Anthropic selbst hat sein Claude Cowork-Tool mit seiner eigenen KI entwickelt, und Führungskräfte bei Meta und Microsoft haben ebenfalls von einer wachsenden Abhängigkeit von KI für Codierungsaufgaben berichtet. Dies deutet auf einen breiteren Trend der Branche hin zu einer KI-gesteuerten Entwicklung hin.

Einzigartige Herausforderungen mit musikbezogenen KI-Datensätzen

Spotify wies auch auf einen einzigartigen Aspekt des Trainings von KI für musikbezogene Fragen hin: Subjektive Meinungen überwiegen häufig objektive Antworten. Dies erfordert spezielle KI-Modelle, die in der Lage sind, nuancierte und nicht endgültige Fragen zu beantworten.

Bekämpfung von KI-generiertem Spam

Spotify geht auf seiner Plattform proaktiv gegen KI-generierten Spam vor und stellt sicher, dass jede KI-erstellte Musik in den Titelmetadaten klar gekennzeichnet ist. Dieses Gleichgewicht zwischen der Akzeptanz von KI-Innovationen und der Wahrung der Inhaltsintegrität ist von entscheidender Bedeutung.

Nutzerwachstum durch „Wrapped“-Kampagne

Die Leistung von Spotify im vierten Quartal wurde insbesondere durch die jährliche „Wrapped“-Kampagne gesteigert, die 38 Millionen neue Nutzer anzog. Die Plattform hat mittlerweile 751 Millionen monatlich aktive Nutzer und 290 Millionen zahlende Abonnenten. Dieses Wachstum unterstreicht die Wirksamkeit datengesteuerter Strategien, einschließlich solcher, die auf KI basieren.

Fazit: Die Erfahrung von Spotify zeigt, wie KI die Softwareentwicklung neu gestaltet und schnellere Innovationen und mehr Effizienz ermöglicht. Mit zunehmender Reife der KI-Tools werden wahrscheinlich ähnliche Veränderungen in der gesamten Technologiebranche stattfinden, wobei die Codierung zunehmend automatisiert wird.