KI-generierte Weihnachtsmusik: Ein lustiges Experiment, aber menschliche Künstler haben immer noch die Oberhand

6

Die Weihnachtszeit ist ein Synonym für klassische Melodien – Mariah Careys „All I Want for Christmas Is You“ oder Frank Sinatras „White Christmas“ rufen sofort festliche Stimmung hervor. Während diese Lieder in ihrer Vertrautheit beruhigend wirken, ist die Idee eines maßgeschneiderten Weihnachtssoundtracks dank künstlicher Intelligenz jetzt in greifbare Nähe gerückt. Aber kann KI-Musik mit der Realität mithalten?

Der Aufstieg der KI-Musiktools

So wie KI Geschenkverpackungen, Kartendesign und sogar übrig gebliebene Rezepte verändert, kann sie jetzt originelle Musik erzeugen. Adobe Firefly wurde im März 2023 eingeführt und bietet ein Tool zur Soundtrack-Generierung, mit dem vollständig lizenzierte Instrumentaltracks in Studioqualität erstellt werden können. Der Dienst ist über die Abonnementstufen von Adobe verfügbar (ab 10 $/Monat), bietet aber auch begrenzten kostenlosen Zugang.

Der Vorgang ist unkompliziert: Benutzer können Videos hochladen, um sich von der KI eine Stimmung, einen Stil oder einen Zweck vorschlagen zu lassen, oder mit voreingestellten Tags ganz von vorne beginnen. Energie, Tempo und Dauer sind anpassbar und ermöglichen so maßgeschneiderte Kompositionen. Der Schlüssel liegt darin, zunächst zu überlegen, wo die Musik gespielt wird, für wen sie gedacht ist und welches Gefühl Sie hervorrufen möchten.

Das Wasser testen

Um Firefly zu testen, hat der Autor einen Track erstellt, der auf Aufnahmen eines kürzlichen Schneetages basiert. Die KI wählte als Parameter „Friedlich“, „Filmisch“ und „Persönlich“ aus und erzeugte vier Optionen, von denen jedoch keine eindeutig weihnachtlich wirkte. Die Ergebnisse eigneten sich eher für Hintergrundmusik in einem Social-Media-Video als für ein festliches Mitsingen.

Weitere Experimente mit benutzerdefinierten Eingabeaufforderungen – einschließlich Anfragen nach einem Lied im Stil von Mariah Carey – führten zu passablen, aber allgemeinen Ergebnissen. Die KI kann zwar Musik erzeugen, ihr fehlt jedoch die emotionale Tiefe und kulturelle Resonanz etablierter Künstler.

Das Urteil: Menschliche Berührung ist immer noch wichtig

Trotz der Neuheit bleibt KI-generierte Weihnachtsmusik im Vergleich zu zeitlosen Klassikern hinter den Erwartungen zurück. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es zwar Spaß macht, zu sagen, dass man einen Song gemacht hat, das Endprodukt jedoch wahrscheinlich keine kuratierten Playlists oder Live-Auftritte ersetzen wird. Das menschliche Element – ​​die Emotion, die Kunstfertigkeit und die kulturelle Wirkung – bleibt unersetzlich.

Letztlich führt das Festhalten an den menschlichen Künstlern zu einem weitaus befriedigenderen und temperamentvolleren Urlaubssoundtrack.