Die Mohamed bin Zayed University of Artificial Intelligence (MBZUAI) in Abu Dhabi hat Bewerbungen für ihre erste Doktorandenkohorte in Human-Computer Interaction (HCI) eröffnet. Die Studien sollen im Herbst 2026 beginnen. Dieser Schritt stellt einen bedeutenden Schritt zur Bewältigung einer entscheidenden Herausforderung im sich schnell entwickelnden Bereich der KI dar: sicherzustellen, dass fortschrittliche Systeme zugänglich, sinnvoll und auf die menschlichen Bedürfnisse ausgerichtet bleiben.
Erweiterung des Forschungsschwerpunkts
Das neue PhD-Programm wird sich auf wichtige Forschungsbereiche konzentrieren, darunter Mensch-KI-Ausrichtung, multimodale Schnittstellen, kognitive Erweiterung, Gehirn-Computer-Schnittstellen, Mensch-Daten-Interaktion und die Entwicklung von adaptiven interaktiven Systemen. Diese Erweiterung positioniert MBZUAI als Vorreiter bei den Bemühungen, die Lücke zwischen leistungsstarken KI-Technologien und ihrer realen Anwendung zu schließen.
Die HCI-Abteilung ist der sechste Fachbereich der Universität und schließt sich den bestehenden Abteilungen in den Bereichen Computer Vision, Maschinelles Lernen, Verarbeitung natürlicher Sprache, Robotik und Informatik an. Die Ergänzung spiegelt einen strategischen Schritt hin zu einem umfassenderen KI-Forschungsökosystem wider.
Führung und Fachwissen
Den Vorsitz der Abteilung übernimmt Professorin Elizabeth Churchill, eine renommierte User-Experience-Expertin, die früher bei Google tätig war. Professor Churchill bringt umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung benutzerzentrierter Technologien mit, da er zuvor Teams geleitet hat, die sich auf Entwicklertools für das Fuchsia-Betriebssystem von Google und Forschung für Material Design und Flutter konzentrierten.
Das Programm wird Spezialisten aus verschiedenen Bereichen – Kognitionswissenschaft, Psychologie, Design, Neurowissenschaften und Social Computing – anziehen, um zu untersuchen, wie KI Einzelpersonen stärken, Gemeinschaften stärken und Inklusivität bei der Technologieentwicklung gewährleisten kann.
Die umfassenderen Implikationen
Der Start dieses Programms kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Da die KI-Fähigkeiten immer schneller werden, wird es immer wichtiger zu verstehen, wie sich diese Technologien in das tägliche Leben integrieren, das Verhalten beeinflussen und echten menschlichen Bedürfnissen dienen. Die Konvergenz von KI und HCI bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen :
- KI-gestützte Schnittstellen können Erlebnisse durch prädiktiven Text, Spracherkennung und adaptive Empfehlungssysteme personalisieren.
- Allerdings bleiben algorithmische Voreingenommenheit, Benutzerdatenschutz, Transparenz bei der KI-Entscheidungsfindung und Aufrechterhaltung der menschlichen Entscheidungsfreiheit weiterhin kritische Bedenken.
- Weitere Forschung ist erforderlich, um die Einschränkungen der KI bei der emotionalen Intelligenz anzugehen, die Zugänglichkeit für verschiedene Benutzer sicherzustellen und potenzielle negative gesellschaftliche Auswirkungen wie soziale Isolation abzumildern.
Das Engagement von MBZUAI für diese Forschung steht im Einklang mit dem umfassenderen Ziel der VAE, eine innovationsgesteuerte Wirtschaft aufzubauen, die auf Vertrauen und Inklusion basiert. Die Universität, die bereits zu den Top 20 weltweit für KI-bezogene Disziplinen zählt, möchte die Forschung darüber vorantreiben, wie Gemeinschaften KI-Technologien verantwortungsvoll übernehmen und wiederverwenden.
Bewerbungen für den ersten Ph.D. Die Kohorte ist jetzt geöffnet. Der Start eines Master of Science in HCI-Programms ist für 2026 geplant, die Aufnahme erfolgt im Herbst 2027. Diese Erweiterung festigt die Position von MBZUAI als führende Institution in der globalen KI-Landschaft weiter.
Der Erfolg der KI hängt nicht nur von ihrer technischen Leistungsfähigkeit ab, sondern auch von ihrer Fähigkeit, menschliche Bedürfnisse effektiv und ethisch zu erfüllen. Der Start dieses PhD-Programms ist ein entscheidender Schritt in diese Richtung.
